kommentiertes Inhaltsverzeichnis zum Buch:
permanenter
Mauerfall -
Beschreibungen einer tiefen Kluft
| Titel |
Beschreibung |
Seite |
| Vorwort |
Im
Rückblick werden die getrennten Sichtweisen auf den jeweils
anderen Staat erläutert. Gezeigt wird, warum die Anfeindungen der
Bürger zwischen West und Ost bereits im kalten Krieg wurzeln. Das
Prinzip der Physik von Herrn Newton, der Satz von "actio" und
"reactio", ist das Leitmotiv dieses Buches. So entstand ein
politisches Klima, das nicht vom Verstand sondern von Gefühlen
beherrscht ist. |
5 |
| Der
Genosse des Jahres 1951 - Fluchtskizzen erster Teil- |
Der
Kriegsteilnehmer Wilbarth, seit kurzem Vater eines Sohnes, will
aus den engen Leipziger Verhältnissen ausbrechen. Den angebotenen
Studienplatz in Dresden möchte er gegen einen in Westberlin
vertauschen. Das heißt sich von der Familie zu trennen, die ihm
immer lästiger wird. Eine Erfolgsgeschichte von "politisch
verfolgten Zonenflüchtlingen". |
9 |
| Bernd - der kleine Grenzgänger | Eine erste
Freundschaft in frühen Kindertagen - mit dramatischen Konsequenzen
durch ideologisch aufgeladene sozialistische Nachttöpfe, die nach
einer streng wissenschaftlichen Analyse des Kriminologen Herrn
Pfeiffer eine Entwicklung in Gang setzte, die unabänderlich zu dem
späteren Erstarken des Neonazismus in Ostdeutschland führen
musste. |
31 |
| Hase
im Pfeffer - oder der Abschied der Familie Worka - Fluchtskizzen zweiter Teil - |
Drei ältere
Damen und eine lang vermisste Nachbarsfrau treffen sich zum
Kaffeeklatsch. Neben Vorkommnissen aus dem Dorf Borkenweide
bei Belzig gibt die Vergangenheit eines Staatsanwaltes und das
Verhalten neugieriger Gasmonteure einige Rätsel auf. |
43 |
| Zwei Mal Preisstufe 2 nach Ostkreuz | Ein Junge
braucht Schuhe, das Geld ist knapp, der Winter ist schneereich.
Mit der S-Bahn nach Ostkreuz zu den Verwandten, die dem Jungen
warme Winterschuhe verschaffen, die schwer erhältlich aber sehr
preisgünstig sind.Winterimpressionen in Berlin anno 1959 |
72 |
| Kampf
dem Kartoffelkäfer - Fluchtskizzen dritter Teil - |
Nach der
Propagandainvasion des westdeutschen Kartoffelkäfers in den
Arbeiter- und Bauernstaat wird dort an einem neuen
Schädlingsbekämpfungsmittel geforscht. Im Westen ist man nicht
untätig, denn Nervengase und Pestizide sind eng verwandt.
Fachkräftemangel im Osten durch Abwerbung von Wissenschaftlern
durch den Westen auch für dubiose Forschungsprojekte. |
92 |
| Ein
Augustsonntag anno 1961 |
Dieser
Sonntag ist kein behäbiger Feiertag in West-Berlin, sondern ein
geschichtlicher Moment, der aus verschiedenen Blickwinkeln
betroffener Bürger betrachtet und kommentiert wird. Völlig abseits
des Propagandagetöses auf beiden Seiten ein Blick auf die
betroffenen Bürger, denen nicht bewusst ist, dass sie nur ein
politisches Spielzeug sind. |
121 |
| Das
Dienstgespräch |
Sanktionen
sind offenbar Kampfmittel, die eingesetzt werden, wenn es an Geist
und Urteilskraft gebricht. Die Volksgemeinschaft fühlt sich aber
dadurch stark - auch wenn die Wirkung des S-Bahn-Boykotts wegen
des Mauerbaus eine völlig andere ist. Wie so oft bei Boykotten. |
135 |
| Berlin-Köln-Essig eine Fahrt mit dem Schnellzug D 110 | Unerschöpfliches
Thema für echte Westberliner sind die Kontrollen an den
Grenzübergängen zur DDR. Hier beweist sich der ordentliche
Westbürger als unermüdlicher Kämpfer gegen den Osten. Rechtsstaat
und Freiheit liegen ihm im Blut. Wir begleiten die Musterfamilie
Krause auf dem Weg durch die "Zone" in Gemeinschaft ebenso
glaubensfester Mitreisenden. |
144 |
|
An
der Struthe dunklem Strande
|
Die DDR im
Fußballfieber. Die Weltmeisterschaftsspiele 1985 stehen bevor.
Eine Jungengeschichte um HiFi-Geräte, einem Floß und drei Männern,
die finsteres im Schilde führen. DDR-Alltag mit Abwechslungen. |
161 |
| Umgefragte Wiedervereinigung | Die DDR ist
in Insolvenz. Überall ist ein Raunen von "Wiedervereinigung" zu
vernehmen. Einzelne kritische Stimmen werden lauter. Die Umfrage
eines Instituts, eine Denk-Tankstelle westlicher Prägung will ein
bekannter Rundfunksender politisch ausnutzen. Bei der Präsentation
dieser Umfrage verblüffen aber die Ergebnisse den interessierten
Rundfunkmitarbeiter. |
186 |
| West-Östlicher Kopfhörer | Eine
Erbtante soll ihr Haus in Thüringen räumen zwecks Verpflanzung in
ein Altersheim. Eine beliebte Radiosendung berichtet an diesem Tag
von einer Einweihungsfeier einer wichtigen Einrichtung für die nun
bald in Scharen herbei strömenden Touristen. Die Erbtante verfolgt
den gemeinschaftlichen Rundfunkempfang und zieht ihre ganz eigenen
Schlüsse aus den feierlichen Ansprachen. |
200 |
| Das Altarbild | Die Vision
eines Pfarrers von einem Altarbild, das ein berühmter DDR-Maler
anfertigen soll, ist als Beitrag zum Zusammenwachsen der Brüder
und Schwestern im neuen Deutschland gedacht. Dadurch werden
Turbulenzen ausgelöst, die pastoral übertüncht werden, da sonst
westliche Wissenslücken die Harmonie stören könnten. |
210 |
| Legende
und Wahrheit |
Der
wichtigste "Arbeitgeber" der abgewickelten DDR war die
Bundesagentur für Arbeit. Zusammen mit westlichen Bildungsfirmen
soll zurückgebliebenen Ostdeutschen in partnerschaftlicher
Aufbauarbeit eine neue Existenz vermittelt werden. Einen
Ausschnitt dieser segensreichen Arbeit und ihre sofortigen Folgen
zeigt diese Begebenheit. |
219 |
| Mona
Lisa strickt in Heimarbeit. |
Ein
erfahrener Unternehmer aus dem Westen möchte tatkräftig am
Aufschwung Ost mitarbeiten. Sein Geschäftsmodell der Heimarbeit
will vielen Arbeitslosen wieder eine neue selbstständige Existenz
ermöglichen. Die Reportage eines Journalisten dazu wirbelt Staub
auf. Sein Freund, ein engagierter Lehrer aus Köln, verwendet diese
lobenswerte Reportage als Beispiel im Unterricht und muss sich
deshalb vor der Bezirksregierung in einem Disziplinarverfahren
verantworten. Eine "Hymne" auf die westdeutsche soziale
Marktwirtschaft. |
235 |
| Empfehlung
der Initiative neue ostdeutscheMarktwirtschaft |
Der Lockruf
des Profits bei dem Ausverkauf von volkseigenen Betrieben,
Kombinaten und deren Anlagen zog nicht nur westdeutsche Konzerne
gen Osten, sondern auch viele andere Unternehmer an. Es
blieb bei den "blühenden Landschaften" nicht aus, dass die meisten
zarten Pflänzchen schnell verdorrten. Eine Anleitung, wie ein
Unternehme dennoch eine solche Durststrecke erfolgreich überleben
kann. |
297 |
| Nachwort | Ein
Dichterwort aus Weimar zum Abschluss und die üblichen Erklärungen
von gewissen Ähnlichkeiten, gefolgt von biografischen Momentaufnahmen |
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